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Die
Wählergruppe FCG-KdEÖ in der Justizwache hat in ihrem
Wahlprogramm die Schaffung eines Generalinspektorates für den
Strafvollzug. Sie will damit den exekutiven Charakter der Justizwache
sichern bzw. stärken und andereseits eine Vereinfachung der
Behördenstruktur erreichen.
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Mit
fast zwei- einhalbjähriger
Verspätung
nimmt dieser Antrag, der nach einer öster-
reichweiten
Unter-
schriftenaktion
im Zentralausschuss der Justizwache von der FCG-KdEÖ einge-
bracht
worden ist, Formen
Niedergestimmt
Dies
obwohl FSG und AUF gemeinsam diesen Antrag nieder- gestimmt
haben. Dass
sie
jetzt auch ins gleiche Horn blasen, ist vermutlich das Fehlen
eines anderen
Wahlschwerpunktes.
Jedenfalls haben wir durch dieses polit- ische Pokerspiel eine
Menge
Zeit verloren.
Die
FCG-KdEÖ hat bei ihren Bemühungen um ein General-
inspektorat jetzt starke Verbündete
gefunden.
Die
Leiter aller Justizanstalten
Österreichs
haben sich ineinem gemeinsamen
Schreiben an die Frau Justizministerin gewandt und ebenfalls
eine
Änderung der
Behördenstruktur
verlangt.
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Auch
sie verlangen statt derAufwendigen
Instanz Oberlandes- gericht, ein General-
inspektorat
für den Strafvollzug.
Starke
Verbündete
Oberst
Peter Prechtl, Leiter der Justizanstalt Wien Josefstadt, der
diesen Antrag orga-
nisiert
hat, ist Chef der größten Dienststelle Österreichs,
die
mit bis zu 130 Prozent mit Gefangenen aller Kategorien und aller
Länder und
Erdteile
überbelegt ist. Er muss mit einer verminderten Zahl an
Bediensteten den täglichen Dienstbetrieb
aufrechterhalten.
Oberst
Prechtl
sagt
zur bestehenden Behördenstruktur: "Ich bin der Meinung,
dass in der jetzigen Zeit die schwierigen dienstbe-
hördlichen
Strukturen durch die OLG-Regelung noch komplizierter werden als
sie so schon sind. Wie die Sicherheit,
der Strafvollzug und
die
vielschichtigen Aufgaben in den Justizanstalten dabei
funktionieren,
fragt uns niemand."
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Lange
Behördenwege
Aus
Sicht der Justizanstalten
ist
es derzeit nicht nur bei weit- reichenden, sondern
auch
bei einfachen Alltagsentscheidungen nicht absehbar, in welchem
Zeitraum die
höhere
Instanz entscheiden
wird.
Als Beispiel von vielen sei angeführt, dass die einfache
Zuerkennung eines
Amtstitels,
der am 1. Feber 2004 einem Kollegen zugestanden wäre, erst acht
Monate später, also am 1. Oktober 2004 bescheidmäßig erledigt
wurde.
Wir
als FCG-KdEÖ
Personalvertreter
werden die Schaffung eines General- inspektorates für
den
Strafvollzug mit vollem Einsatz bis zur Erfüllung betreiben.
Johann
Winkelbauer
FCG
-KdEÖ Zentralausschuss
Justizwache
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